Island

Wasserfälle, Gletscher, Fjorde

Wer nach Island reist, sollte es wegen der abwechslungsreichen Landschaft und der einzigartigen Fauna tun. Ein umfassendes kulturelles Angebot bietet, aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte, eigentlich nur die Hauptstadt Reykjavik an.

Damit Sie wissen, welche Touristenattraktionen und Reiseziele Sie in Island ansteuern können, finden Sie hier ausgesuchte Reisetipps wie beispielsweise interessante Städte und reizende Landschaften, kulturelle Höhepunkte sowie isländische Bräuche.

Panorama von Reykjavik, in der Mitte die Straße Skólavörðustígur, Ausblick von der Hallgrims-Kirche (Hallgrímskirkja). Foto: Pixabay, CC0

Reykjavik

Die nördlichste Hauptstadt der Welt
Reykjavik wurde an jener Stelle errichtet, wo sich im 9. Jahrhundert nach Christus die ersten Siedler niederließen. Heute ist die Stadt das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrums Islands. mehr +

Foto: Pixabay, CC0

Seljalandsfoss, ein Wasserfall im Süden Islands. Foto: Pixabay, CC0
Seljalandsfoss, ein Wasserfall im Süden Islands. Foto: Pixabay, CC0

Der Goldene Zirkel (Gullni hringurinn)

Nordöstlich von Reykjavik befindet sich eine unter dem Namen Goldener Zirkel bekannte Region. Dort sind einige der eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten des Landes zu finden. Wenn Sie, wie die meisten Islandreisende, einen Ausflug in den goldenen Zirkel planen, sollten Sie auf jeden Fall Thingvellir (auf isländisch Þingvellir) besuchen. Dieser Ort ist für Island historisch besonders bedeutsam: ab dem 10. Jahrhundert fand an dieser Stelle jährlich die Goden-Versammlung statt (Althing) und dort wurde 1944 die Republik Island ausgerufen.

Aber auch geologisch ist Thingvellir einzigartig: beobachten Sie in Situ, wie der eurasische und der amerikanische Kontinent auseinanderdriften.

Am Rande des Hvítá-Flusses werden Sie eine weitere Sehenswürdigkeit des goldenen Zirkels antreffen: der Gulfoss Wasserfall (‚Foss‘: Wasserfall; ‚Gulfoss‘: ‚Goldener Wasserfall‘). Dieser Wasserfall stürzt sich in zwei Stufen in eine 70 m tiefe Schlucht.

Ein weiteres Naturschauspiel im Goldenen Zirkel sind die Geysire des Geothermalfelds Biskupstungur. Dort schießen heiße Quellen in unregelmäßigen Abstände Wasser und Dampf aus.

Der große Geysir – der auch zum Namensgeber für alle weiteren Geysire dieser Welt wurde – ist seit einem Erdbeben nicht mehr funktionsfähig. Dafür kann man in Biskupstungur eine Eruption des Strokkur-Geysirs (auf Deutsch: Butterfass) bewundern. Und zwar im Zehn-Minuten-Takt!

Die Westfjorde

Wer während seines Aufenthalts in Islands über genügend Zeit verfügt, sollte bis zu den Westfjorden im Nordwesten des Landes fahren. Diese zählen zu den landschaftlich eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten Islands. Die zerklüftete Küste der Westfjorde ist durch eine sieben Kilometer breite Landzunge zu erreichen.

Der Süden der Halbinsel eignet sich besonders gut zur Beobachtung von Vögeln. Millionen von ihnen haben sich dort in den Felsen eingenistet. Unter ihnen erkennen Sie sicher auch die für Island typischen Papageientaucher mit ihren breiten rot-schwarzen Schnäbeln.

Nördlich der Vogelfelsen erreichen Sie den Fjallfoss-Wasserfall (auf Deutsch: Bergwasserfall). Dieser stürzt sich in mehreren Kaskaden über 100 m in die Tiefe.

Nicht verpassen sollten Sie bei Ihrer Rundreise in den Westfjorden einen Spaziergang an der Küste, bei dem Sie die atemberaubende Fjordlandschaft auf sich wirken lassen können. Besonders lohnenswert ist der Aufstieg des Sandafell, von dem sich der gesamte Dýrafjörður überblicken lässt.

Der Nordosten

Rund um den Mývatn See (auf Deutsch: Mückensee) im Nordosten des Landes befindet sich ein weiteres landschaftlich interessantes Gebiet.

Wenn Sie sich einen Vulkan-Krater einmal aus der Nähe anschauen wollen, dann sollten Sie zum Hverfell, östlich des Mývatn Sees fahren. Dort umgibt ein hoher Aschering den Vulkan-Krater; im Zentrum des Vulkans hat Wasserdampf die Asche glasig erstarren lassen. Sie haben vor Ort die Möglichkeit, den Krater selbst zu besteigen oder aber über eine Schotterpiste bis nach oben zu fahren.

Weitere Sehenswürdigkeit im Nordosten des Landes sind die brodelnd-heißen Quellen im Geothermalgebiet Námaskarð. Hier können Sie sich sogenannte Schlammtöpfe anschauen, die sich in vulkanisch aktiven Gebieten aufgrund von zu geringer Wasserzufuhr bilden.

Nach Ihrer geologischen Rundtour, sollten Sie noch einen Blick auf die Fauna des Mývatn Sees werfen. Vögel haben den See als Brutstätte für sich entdeckt, wahrscheinlich vom warmen Wasser und von den Mücken angezogen, die ihnen als Nahrungsgrundlage dienen.

Rund um Island

  • Whale-Watching-Touren
    Genügend landschaftliche Touristenattraktionen angesteuert? Dann schiffen Sie sich doch auf einem der vielen Whale-Watching-Boote ein, um Wale in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Von der Hafenstadt Húsavík an der Nordküste werden die meisten Whale-Watching-Touren angeboten.

    In isländischen Gewässern sind unter anderem Zwerg-, Buckel-, Pott- und Blauwale anzutreffen. Aufgrund der hohen Nachfrage bei Touristen haben sich die Whale-Watching-Touren zu einem lukrativen Wirtschaftszweig entwickelt, der mittlerweile als wirtschaftliche Alternative zum Walfang betrachtet werden kann. Dennoch hat Island internationalen Protesten zum Trotz seit 2006 die kommerzielle Jagd auf Zwerg- und Finnwale wieder aufgenommen.
     

  • Island-Pferde
    Während Ihrer Rundreise durch Island werden Sie nicht nur viele Schafe sehen, sondern auch isländische Pferde. Diese zählen – wie auch die Geysire – zu den Wahrzeichen des Landes. Weil diese Pferderasse nie mit einer anderen gekreuzt wurde, verfügt sie noch über fünf verschiedene Gangarten. Zwei Gangarten mehr also als andere Pferderassen: den ‚Tölt‘ und den ‚Rennpass‘. Beim Tölten läuft das Island-Pferd im Schritt – nur viel schneller. Beim Rennpass springt das Pferd bei schnellem Tempo wiederum von einem gleichseitigen Rennpaar auf das andere.

    Um die Besonderheit isländischer Pferde auch in Zukunft zu erhalten, bzw. um die Reinheit der isländischen Pferderasse zu erhalten, sind Pferdeimporte nach Island bis heute verboten.
     

  • Interessant!
    Im Isländischen wird zwischen Pferd und Pony (im Isländischen Hest) nicht unterschieden. Noch in den 80er wurde in unserem Sprachgebrauch das ‚Island-Pferd‘ oft als ‚Islandpony‘ bezeichnet. Was biologisch eigentlich auch naheliegender wäre. Doch Reiter und Züchter sorgten in Deutschland für die Umbenennung in ‚Island-Pferd‘, da dieser Begriff als ‚vornehmer‘ galt.
     
  • Baden in Island
    Vergessen Sie Ihre Badehose nicht, wenn Sie nach Island fliegen. Schwimmen gehört nämlich zu den Lieblingsbeschäftigungen der Isländer. In jedem kleineren Ort werden Sie Schwimmbäder und Heißwasserbecken, sogenannte Hot Spots, finden.

    Und auch beim Wandern kann es passieren, dass Sie auf eine heiße Wasserstelle oder einen angenehm warmen Bach stoßen. Nicht selten sind an solchen Badestellen isländische Familie beim Picknicken und Baden anzutreffen. Zwar ist die Überwindung groß, bei kühlen Außentemperaturen in der freien Natur in einen Bach zu steigen, doch es lohnt sich! Probieren Sie es bei Gelegenheit auf jeden Fall aus!
     

  • Hörenswertes
    Ist Ihnen die Sängerin Björk (vollständiger Name: Björk Guðmundsdóttir) schon ein Begriff? Wenn nicht, dann sollten Sie diese Wissenslücke schnellsten füllen! Sie ist mit Sicherheit zur Zeit die bekannteste isländische Sängerin. Seit den 1980er Jahren ist sie auch auf internationalem Parkett bekannt. Einer bestimmten Musikrichtung lässt sie sich aufgrund ihrer musikalischen Vielfalt jedoch nicht zuordnen.

    Island hat natürlich musikalisch weitaus mehr zu bieten. Wenn Sie Ihr Wissen über isländische Musik vertiefen wollen, sollten Sie im Internet nach nordischer Musik suchen. Auf diese Weise werden Sie schnell Internet-Portale finden, die sich auf den Vertrieb nordischer bzw. isländischer Musik spezialisiert haben.

Achtung!

Sie werden bei einer Island-Rundreise schnell merken: Nur wenige Straßen in Island sind asphaltiert. Die meisten von ihnen sind Schotterpisten. Vor allem im Hochland kann man sich ausschließlich über Schotterpisten fortbewegen. Deshalb ist Autofahren in Island auch sehr stark von den Witterungsverhältnissen abhängig. Regen oder Neuschnee können Straßen unpassierbar machen. Informieren Sie sich vor Reiseantritt über die Straßenverhältnisse vor Ort: www.road.is.

Raue Kulisse für heiße Quellen

Die Fahrt zu den Thermalquellen Islands ist selbst schon ein Erlebnis. So kommen die Teilnehmer der Tour am berühmten Wasserfall Gullfoss vorbei und erhalten einen Einblick in die Naturwunder des Thingvellir Nationalpark. Anschließend geht es zu den natürlichen Dampfbädern in Fontana. Das Bad entstand in den 1920er Jahren und war einst wenig mehr als eine Hütte mit zwei Dächern über einer heißen Quelle. Heute lädt ein moderner Komplex mit verschiedenen Whirlpools und Dampfbädern zum Entspannen ein.

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Ab Reykjavik: Wellness-Tour Gullni Hringuri und Fontana

Ab Reykjavik: Wellness-Tour Gullni Hringuri und Fontana. Foto: GetYourGuide
Erleben Sie die natürliche Schönheit von Islands Golden Circle auf einer 9-stündigen Tour von Reykjavik, die geothermischen Stätten des Gullfoss Wasserfalls, Geysir und Thingvellir National Park. Begeben Sie sich dann zu Fontanas natürlichen Dampfbädern. MEHR +
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Dauer: 9 Stunden
Preis: ab 91 Euro pro Person
Foto: GetYourGuide

Wilde Natur – Islands Südküste

Die Tagestour führt zunächst zum Wasserfall Seljalandsfoss, der stolze 66 Meter von einer Klippe in einen kleinen See stürzt. Besucher laufen hinter den gigantischen Wassermassen entlang und haben von dort eine eindrucksvolle Perspektive auf die umliegende Landschaft. Beim imposanten Gletscher Sólheimajökull lässt sich das Eis berühren und mit ein wenig Glück trifft man auf der Tour auf einen Papageientaucher.

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Reykjavik: Tagestour Islands schöne Südküste

Reykjavik: Tagestour Islands schöne Südküste. Foto: GetYourGuide
Erkunden Sie Islands Südküste auf einer 10-Std.-Tour zum Wasserfall Seljalandsfoss, schwarzen Reynisfjara-Sandstrand und den südlichsten Punkt bei Dyrholaey. Bewundern Sie den mächtigen Skogafoss Wasserfall oder besuchen Sie den Gletscher Sólheimajökull MEHR +
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Dauer: 10 Stunden
Preis: ab 106 Euro pro Person
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Höhlenwanderung in Island

Nur 30 Autominuten von der Hauptstadt Reykjavik entfernt, tauchen die Besucher in ein besonderes Naturphänomen der Insel der Vulkane und Gletscher ein: die Lavahöhle Raufarhólshellir. In der größten Höhle Islands befinden sich verschiedene Kanäle, die aufgrund von Lavaströmungen entstanden sind. Die gesamte Höhle misst dabei nicht weniger als 1.400 Meter. Der fachkundige Guide geht mit seinen Besuchern auf Erkundungstour und gibt ihnen Einblick in die faszinierenden geologischen (Farb-)Formationen.

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Lavahöhle Raufarhólshellir: unterirdische Expedition

Lavahöhle Raufarhólshellir: unterirdische Expedition. Foto: GetYourGuide
BESTSELLER Erkunden Sie eine unterirdische Lavahöhle, die vor über 5.000 Jahren bei einem Vulkanausbruch entstand, bei einem Ausflug nach Raufarhólshellir. Erleben Sie eine der längsten Lavahöhlen Islands, die das ganze Jahr über besucht werden kann. MEHR +
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