Prag

Das kulturelle Zentrum des Landes

Die tschechische Hauptstadt ist Prag (Praha) mit rund 1,2 Millionen Einwohnern. Prag ist das kulturelle Zentrum des Landes und ist bekannt für seine unzähligen historischen Bauten, Theater und Museen.

Für Theaterfreunde sind sicherlich das Nationaltheater (Národní divadlo), die Staatsoper (Státní opera), die Laterna Magika oder das Ständetheater (Stavovské divadlo) von besonderem Interesse.

Ausblick auf die Moldau in Prag vom Letensky Park, Tschechien. Foto: Pixabay, CC0
Ausblick auf die Moldau in Prag vom Letensky Park. Foto: Pixabay, CC0

Prag hat auch eine Reihe überaus sehenswerter Museen zu bieten. Zu nennen wären beispielsweise das Nationalmuseum (Národní muzeum), die Nationalgalerie (Národní galerie v Praze), das Lapidárium, das Antonín-Dvořák-Museum, das Jüdische Museum (´idovské Muzeum v Praze) oder das historische Museum Prags (Muzeum hlavního města Prahy).

Die bauliche Substanz Prags ist während des Zweiten Weltkriegs von Zerstörung vergleichsweise verschont geblieben. In der „Goldenen Stadt“ oder der „Stadt der hundert Türme“, wie Prag oft bezeichnet wird, können gut erhaltene Bauwerke verschiedenster Baustile und aus vielen Epochen bewundert werden. Es finden sich hier Bauten im romanischen, im gotischen, im klassizistischen, im barocken, sowie im Rokoko-und Jugendstil.

Karlsbrücke (tschechisch: Karlův most) und Moldau (Vltava) in Prag, Tschechien. Foto: picjumbo
Karlsbrücke (tschechisch: Karlův most) und Moldau (Vltava) in Prag. Foto: picjumbo

Seit dem Jahr 1992 wird die Altstadt von Prag als Weltkulturerbe der Unesco geführt.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen sicherlich die Prager Burg, die Karlsbrücke und das Rathaus. Die zahlreichen Kirchen, wie die Peter-und-Pauls-Kirche, die Teynkirche oder die Nikolauskirche sind ebenfalls bekannte Touristenattraktionen.

Die Prager Burg (tschechisch: Pražský hrad) liegt auf dem Berg Hradschin in Prag, Tschechien. Foto: picjumbo
Die Prager Burg (tschechisch: Pražský hrad) liegt auf dem Berg Hradschin in Prag. Foto: picjumbo

Prag ist auch bekannt für seine überaus lebendige Künstler-, Literatur- und Musikszene, für seine zahlreichen Clubs, Ausstellungen und Konzerte.

Aber auch abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten mit ihren großen Touristenansammlungen lohnt ein Gang durch die Gassen und Parks, über die zahlreichen Plätze der Stadt oder über eine der Brücken der Moldau. In Prag gibt es immer viel zu entdecken!

Ausblick auf die alten Brücken über der Moldau in Prag, Tschechien. Foto: picjumbo
Ausblick auf die alten Brücken über der Moldau in Prag. Foto: picjumbo

Singende Fontäne in Prag

Eine beliebte Tour führt Spaziergänger durch die während der Renaissance und des Barocks gestalteten Gärten. Aber auch versteckte Gartenjuwelen aus dem Mittelalter und der Neuzeit gehören zu dem Ausflug. Der von Ferdinand I. eingeführte Klassizismus trägt die Handschrift von italienischen Gärtnern und Architekten, die eigens in die Hauptstadt von Böhmen beordert wurden.

Ein Höhepunkt der Prager Schlossgärten ist die Sommerresidenz Belvedere, die Ferdinand als Geschenk an seine Frau Königin Anne in Auftrag gegeben hatte. Vor diesem Lustschloss befindet sich ein Giardinetto mit der sogenannten „Singenden Fontäne“. Der Brunnen besteht aus Bronze, ähnlich wie Glocken, sodass herabfallendes Wasser melodische Töne produziert. Hier treffen Gartenfreunde auf die älteste Orangerie Mitteleuropas, wo Feigen, Mandeln, Orangen und Zitronen angebaut wurden. Auch Tulpen gehören zu dem Repertoire der Königlichen Gärten, denn sie galten lange Zeit als kostbare, exotische Raritäten, die erst durch den Sultan von Konstantinopel ihren Weg nach Europa fanden.

Prag: Die größte Spukstadt der Welt

Legenden erzählen, Prag habe die größte Anzahl an Geistern pro Quadratkilometer. Fest steht, dass viele Häuser und Statuen im Zentrum der tschechischen Stadt mit einer düsteren Geschichte verbunden sind. Lebendig werden die gruseligsten Erzählungen von Verbrechen, Leidenschaft und Rache bei der Führung mit einem professionellen Schauspieler. In den engen, mit Kopfstein gepflasterten Gassen und verwinkelten Wegen, wo Mörder, Alchemisten, Monster und Geister einst ihre Taten begangen, lehrt er sogar Furchtlosen das Fürchten.

Prager Folkloretage

Das größte Amateur Folklore-Festival in Mitteleuropa findet jedes Jahr im Juli in Prag statt: Tanz-, Gesang-, Trachten- und Musikgruppen sowie Orchester und Trachtenkapellen jeglicher Art nehmen an den Prager Folkloretagen teil. Der Höhepunkt des Festivals ist, wenn die Ensembles am letzten Tag durch die Straßen der Prager Altstadt ziehen. Dabei nehmen nicht nur Ensambles aus Europa teil, im letzten Jahr zählten ebenfalls einige südamerikanische Länder zu den Teilnehmern. Sie haben die Traditionen ihrer Region und ihres Landes vor tausenden von Zuschauern präsentiert.

U-Bahn-Station der Prager Metro, Tschechien. Foto: picjumbo
U-Bahn-Station der Prager Metro. Foto: picjumbo
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