Bulgarien

Tiefebenen und Hügelland am Balkan

Hier finden Sie ausgesuchte Reisetipps in Bulgarien wie beispielsweise interessante Städte und reizende Landschaften, kulturelle Höhepunkte sowie bulgarische Bräuche.

Beachten Sie bitte: Dies ist nur eine kleine, subjektive Auswahl an Reiseempfehlungen unserer Redakteure. Bulgarien hat weit mehr zu bieten – als nur die folgenden Reiseziele!

Blick auf das Stadtzentrum von Sofia, Bulgarien. Foto: Pixabay #900056, CC0

Sofia (София)

Die Hauptstadt Bulgariens
Sofia ist politisches und kulturelles Zentrum Bulgariens und auch die größte Stadt des Landes. Wahrzeichen der Stadt sind die Alexander-Newski-Kathedrale, das Nationaltheater Iwan Wasow sowie das ehrwürdige Parlamentsgebäude. mehr +

Foto: Pixabay, CC0

Burgas (Бургас)

Die mit rund 230.000 Einwohnern viertgrößte Stadt Bulgariens liegt in der gleichnamigen Bucht von Burgas – direkt am Schwarzen Meer. Sie ist das ökonomische und kulturelle Zentrum der Ostküste.

Gegründet wurde Burgas bereits um 400 vor Christi Geburt von den Thrakern. Im 1. Jahrhundert ließ der römische Kaiser Vespasian hier eine Siedlung errichten, deren Hinterlassenschaften heute im Archäologischen Museum der Stadt erkundet werden können.

Burgas (auch: Bourgas) besticht durch seine vielen schönen und beeindruckenden Gebäude und prachtvollen Boulevards sowie eine Vielzahl an Theatern, Museen, Galerien und der Oper, die für gute Unterhaltung sorgen. Von besonderer Schönheit zeugt der Meeresgarten, einem Stadtpark, der sich über mehrere Kilometer am Strand entlang der Schwarzmeerküste hinzieht und in dem von Frühjahr bis Herbst kulturelle Veranstaltungen, wie Konzerte, Open-Air-Theater und vieles mehr stattfinden.

In unmittelbarer Umgebung, rings um die Stadt, finden Sie zudem drei große Seen, den Antanasowsee, den Burgassee und den Mandrasee, wo viele Wandervogelarten überwintern. Diese Naturreservate zeugen von einer atemberaubenden und faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt, die Sie bei einem Besuch der Stadt nicht versäumen sollten.

In Burgas befindet sich auch ein internationaler Flughafen, der von vielen mitteleuropäischen Chartergesellschaften angeflogen wird.

Nessebar (Несебър)

Nur wenige Kilometer nördlich von Burgas entfernt kommen Sie zu dem kleinen Dorf Nessebar, das auf einer felsigen Halbinsel im Schwarzen Meer liegt, die mit dem Festland über einen 400 m langen Damm verbunden ist. Der Ort steht komplett unter Denkmalschutz und bietet eine Fülle an Hinterlassenschaften aus verschiedenen Epochen.

In der kleinen aber äußerst reizenden Altstadt führen verwinkelte, kopfsteingepflasterte Gassen vorbei an historischen Wohnhäusern und Wirtshäusern mit holzverkleideten Erkern und liebevoll restaurierten Fassaden. Die Kirchen von Nessebar gelten zudem als einige der besterhaltenen und schönsten mittelalterlichen Kirchen Bulgariens.

Nessebar wurde wegen seiner architektonischen Bedeutung in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Die bulgarische Schwarzmeerküste

Am Schwarzen Meer treffen Sie auf eine wunderschöne Küste, die sich durch endlose malerische, feinsandige Strände auszeichnet, die meist sehr flach ins Meer abfallen. Viele ruhige Buchten mit kristallklarem Wasser, Dünen- und Klippenlandschaften und romantische Fischerorte durchziehen gleichsam die Küstenlinie.

Besonders angenehm ist, dass die Strände Bulgariens noch nicht überlaufen sind und Sie hier viele ruhige Orte finden können. Auch mit Kindern ist ein Urlaub am Schwarzen Meer ideal, da es hier keine Gezeitenunterschiede, Feuerquallen oder gefährliche Raubfische gibt und das Baden so sehr sicher ist.

Für die Liebhaber von kulinarischen Meeresspezialitäten ist die Schwarzmeerküste natürlich ebenfalls ein Eldorado. Frischen, delikat zubereiteten Fisch und Meeresfrüchte können Sie hier zu günstigen Preisen an jedem Ihrer Urlaubstage genießen.

Im Bereich der Küste finden Sie auch eine ganze Reihe berühmter Thermalbäder, deren heilende Kräfte bereits die alten Römer zu schätzen wussten. Besonders schöne und beliebte Ferienorte entlang des Schwarzen Meers sind etwa Albena, Djuni, Slantschew brjag (dt. „Sonnenstrand“) oder Sweti Konstantin.

Naturidylle rund um das Städtchen Ribaritsa im Balkangebirge, Bulgarien. Foto: Pixabay #988028, CC0
Naturidylle rund um das Städtchen Ribaritsa im Balkangebirge. Foto: Pixabay, CC0

Das Balkangebirge

Wenn Ihnen ein reiner Badeurlaub zu “langweilig” erscheint, schlagen wir Ihnen vor, ausgehend von dem südlich der pittoresken Schwarzmeerstadt Warna gelegenen Kap aus das Balkangebirge zu erkunden, das von den Bulgaren „Altes Gebirge“ genannt wird. Dieses Gebirge hat eine Breite von 15-50 Kilometern und durchzieht Bulgarien auf dessen gesamter Länge von Ost nach West.

Hier können Sie fantastische Wanderungen unternehmen und eine weitgehend unberührte Natur mit plätschernden Gebirgsbächen, zahlreichen Wasserfällen, einer faszinierenden Pflanzenwelt und – mit etwas Glück – Einblick in die vielfältige Tierwelt bekommen, wo Luchse, Wildschweine, Wildziegen, Hirsche und viele andere mehr ihr Zuhause haben.

Wenn Sie von der Küste aus in den Balkan fahren, empfehlen wir Ihnen, Ihre Wanderungen von Sliven aus zu starten, da die Wanderwege in dessen Umgebung sehr gut ausgebaut sind und sogar ein Sessellift verkehrt. Den höchsten Berg des Ostbalkans, den Bulgarka, können Sie von diesem Städtchen in wenigen Stunden erklimmen.

Höhere Gipfel und mehr ausgebaute Wanderwege und Klettermöglichkeiten können Sie im mittleren (Zentral-)Balkan erleben. Der höchste Berg des Balkangebirges, den Botew, und mehr als 20 weitere Berge über 2.000 Meter liegen hier. Atemberaubende Landschaften und erholsame, nicht zu anstrengende Touren machen diese Gegend zu einer der beliebtesten Wanderregionen Bulgariens.

Wunderschöne Bergdörfer und zahlreiche beeindruckende Klöster können in dieser Region ebenfalls erkundet werden.

Als schönster und gleichzeitig alpinster Berg des Zentralbalkans gilt der Goliam Kupen, der eine Höhe von 2.169 Metern hat.

Quelle: Sprachenlernen24