Amsterdam

Wer einmal dort war, wird begeistert sein

Die rund 800.000 Einwohner zählende Hauptstadt ist in der Provinz Noord-Holland an der Mündung der Amstel in das Ijsselmeer gelegen. Der Nordseekanal verbindet die Stadt, wie der Name schon sagt, mit der Nordsee. Ein Damm schützt die Stadt gegen Überschwemmungen und Hochwasser.

Es ist kaum vorstellbar, dass sich irgendjemand dem Charme Amsterdams entziehen kann! Seine Mischung aus alt und neu, das Flair des goldenen Zeitalters gemischt mit modernem Lebensgefühl, die alten Häuser der zahlreichen Grachten (Wasserkanäle) neben stylischen und schrillen Läden machen die Stadt interessant und gleichzeitig gemütlich. Der Amsterdamer Grachtengürtel ist übrigens eine UNESCO-Welterbestätte.

Kanal in Amsterdam. Niederlande. Foto: Pixabay, CC0
Kanal in Amsterdam. Foto: Pixabay, CC0

Stadt am Wasser

Nicht nur die Schönheit der Stadt, auch ihre Existenz ist ein kleines Wunder. Eigentlich dürfte es sie gar nicht geben, denn Großteile der Stadt liegen unterhalb Normal Null (in den Niederlanden NAP »Normal Amsterdams Peil« genannt), also unterhalb des Meeresspiegels. Der Vondelpark beispielsweise liegt zwei Meter, die Grachten der Stadt einen halben Meter unterhalb dieses Pegels.

Doch zum Glück gibt es ein ausgeklügeltes System, das permanent Wasser aus dem Amsterdamer Becken in den Nordseekanal abpumpt. Wäre dies nicht der Fall, so würden viele Stadtviertel nach und nach einfach versumpfen und irgendwann Teil des Ijsselmeers werden.

Wasser ist also ein großer Bestandteil der Stadt. Ohne das Wasser gäbe es die Stadt jedoch auch nicht, denn nicht nur die berühmten Grachten wären dann weg, auch alle Häuser würden einstürzen. Die ganze Stadt wurde nämlich auf hunderttausenden Baumstämmen gebaut (zur ungefähren Vorstellung: 40 waren für ein einziges Haus nötig, 13.600 für den Königlichen Palast). Diese Stämme mussten rund elf Meter tief in den schlickigen Untergrund gerammt werden. Denn erst dort gibt es eine Sandschicht, die genug Halt gibt, um das Gewicht der Gebäude zu tragen.

Deshalb ist das städtische Wasserbüro, das »Stadswaterkantoor«, von großer Wichtigkeit. Denn obwohl die Holzpfähle die Stadt schon lange tragen, ist es vorbei mit der Stabilität, sobald Luft an diese kommt. Sie sind darauf angewiesen, immer im feuchten Boden zu stehen, sonst würden sie in kürzester Zeit verfaulen. Dies macht den Wasserstand in den Grachten immens wichtig, er muss immer strengstens überwacht und ausbalanciert werden.

Kanal in Amsterdam. Niederlande. Foto: Pixabay, CC0
Kanal in Amsterdam. Foto: Pixabay, CC0

Der Grachtengürtel

Die bereits erwähnten, größeren und kleineren Kanäle, die sich durch die Stadt ziehen, werden Grachten genannt. Diese zahlreichen Wasserwege spiegeln die fünf Jahrhunderte architektonischer Kultur wieder, welche die Stadt zu bieten hat. Möglichkeiten, die Stadt auf dem Wasserwege zu erkunden, gibt es wahrlich genug.

Amsterdam besitzt sage und schreibe 165 Grachten, 1281 Brücken, 70 Rundfahrboote, 8 hölzerne Zugbrücken, 2500 Wohnboote und 120 Tretboote! Eine Grachtentour ist also absolut empfehlens- und lohnenswert.

Auf einer Bootsrundfahrt kann man, mehr oder weniger ausgedehnt, inklusive Candellight-Diner, Amsterdam bei Nacht, Museums-, Shoppingtour oder Barbecue auf dem Wasser, die Stadt gemütlich erkunden und dabei das besondere Flair der Stadt genießen. Man kann auch ganz sportlich und umweltbewusst ein Tretboot oder Wasserfahrrad (»Waterfietsen»wie die Niederländer es nennen) mieten. Damit kann man im eigenen Tempo die wunderschönen Brücken und Fassaden betrachten und an den verschiedenen Anlegestellen eine kurze Rast einlegen, wo es einen am besten gefällt. Oder möchten Sie einmal eine Busfahrt auf dem Wasser machen? Der „Canalbus“ macht’s möglich!

Sie können auch ihre komplette Unterkunft aufs Wasser verlegen. In Amsterdam kann man nicht nur in Hotels und Pensionen nächtigen, auch Hausboote gibt es wie Apartments ganz einfach zu mieten, für das ganz besondere Amsterdam-Erlebnis.

Shopping in Amsterdam

Auf Ihrer Grachtentour durch die Stadt werden Sie nicht nur von der Schönheit der filigranen Brücken und den eindrucksvollen, alten Herrenhäusern begeistert sein. Nicht umsonst ist der Amsterdamer Grachtengürtel weltweit berühmt. Auch die entzückenden Einkaufsviertel werden Ihnen bestimmt nicht entgehen.

Die schönste Gegend zum Bummeln und Flanieren ist wohl zwischen Singel-, Herren-, Keizer- und Prinsengracht gelegen. Sie ist als „de 9 straatjes“ (die neun Straßen) bekannt. Hierbei handelt es sich um neun Gassen, welche die Grachten miteinander verbinden und zahlreiche, ausgefallene kleine Läden, Galerien und Lunchrooms beherbergen.

Das große Kaufhaus „De Bijenkorf“, das bereits seit 1914 am Dam (ein großer Platz im Zentrum der Stadt und früherer Amstel-Dam) steht und somit das älteste Kaufhaus des Landes darstellt, ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Im historischen Gebäude der ehemaligen Hauptpost Amsterdam findet man das „Magna Plaza“, ein großes Einkaufszentrum mit zahlreichen Möglichkeiten, sein Geld auszugeben. Und an der berühmten „Kalverstraat“, einer der ältesten Einkaufsstraßen der Niederlande, wo im Mittelalter das Vieh hindurch getrieben wurde, liegt das „Kalvertoren“, ebenfalls ein großes Shopping-Center.

Aber auch Kunst- und Antikliebhaber kommen hier auf keinen Fall zu kurz. Die Stadt platzt nur so vor Kunstgalerien und Antikläden. Am besten besuchen Sie hierfür das „Rokin“ oder „Spiegelviertel“. Es soll die meisten Antikquitätengeschäfte pro Quadratmeter dort geben! Darüber hinaus zählt Amsterdam 141 Kunstgalerien mit Werken von berühmten bis gänzlich unbekannten Künstlern.

Und wer ein Fan von (Floh-)Märkten ist, dem bietet die Stadt ebenfalls eine große Auswahl zum gemütlichen Stöbern und Flanieren. Einer der bekanntesten Straßenmärkte ist wohl der Albert-Cuip-Markt im angesagten Szene-Viertel Pijp, wo man von Lebensmitteln zu Kleidung so ziemlich alles erstehen kann.

Kunst, Kultur und Kurioses

Architekturfans werden sich an Bauten der Amsterdamer Schule, an klassischen Grachtenhäusern und an bekannter und weniger bekannter moderner Architektur erfreuen können.

Auch für Kulturbegeisterte stellt die Stadt ein wahres Eldorado dar. Da das Land einige stilbildende Künstler und herausragende Persönlichkeiten der Kulturgeschichte wie Hieronymus Bosch, Jan Vermeer, Vincent van Gogh, Rembrandt, Jan van Eyck oder Piet Mondrian hervorgebracht hat, gibt es selbstverständlich auch zahlreiche Museen (mehr als 1000 im ganzen Land und damit die höchste Museendichte der Welt).

Vor allem die Hauptstadt ist sehr gut ausgestattet. Sie beherbergt beispielsweise das Van-Gogh-Museum (das mit 200 Gemälden und 500 Zeichnungen die umfangreichste Sammlung des Künstlers weltweit ausstellt), das Rijksmuseum (das Rembrandts „Nachtwache“ besitzt), das Rembrandthuis oder das Tropenmuseum, in welchem man fremde Länder und Kulturen kennenlernen kann.

Das Rijksmuseum in Amsterdam, Niederlande. Foto: Pixabay, CC0
Das Rijksmuseum in Amsterdam. Foto: Pixabay, CC0

Wer sich für die Geschichte der Stadt und des Landes interessiert, besucht das prächtige Historische Museum, wo nicht weniger als sieben Jahrhunderte Stadtgeschichte anhand von Modellen, Gemälden, archäologischen Funden und weiteren Objekten anschaulich präsentiert werden. Hier kann man nachvollziehen, wie die mittelalterliche Stadt zur modernen Metropole heranwuchs.

Aber auch für verrücktere und außergewöhnlichere Dinge gibt es in Amsterdam Museen. Beispiele wären hierfür das Hanf- , das Sex- oder das Foltermuseum, oder Amsterdam-typisch das Heineken- oder das Ajax-Museum.

Wenn Sie nach all dem Trubel ein wenig Ruhe brauchen, besuchen Sie doch den alten botanischen Garten der Stadt, den Hortus Botanicus, eine wahre Oase der Ruhe. Er zählt zu den ältesten botanischen Gärten und zeigt über 6000 Pflanzenarten.

Der musikalische Höhepunkt eines jeden Amsterdamer Jahres ist das Holland-Festival. Diese internationalen Festspiele finden jeweils im Juni statt und blicken auf eine mehr als 60jährige Geschichte zurück.

Das Anne-Frank-Haus – ein Stück deutscher Geschichte in Amsterdam

Im bekannten Anne-Frank-Haus an der Prinsengracht in der Amsterdamer Innenstadt wird man in die Vergangenheit zurückversetzt. Hier befindet man sich in den original erhaltenen Räumlichkeiten, in welchen sich die jüdische Familie Frank während der Besatzungszeit mehr als zwei Jahre versteckt hielt, bevor sie entdeckt, von den Deutschen deportiert und ermordet wurde. Das berühmte Tagebuch, das die 14-jährige Anne in dieser Zeit schrieb, dürfte Ihnen wahrscheinlich ein Begriff sein.

Ein kleiner Tipp: Da das Museum recht klein und die Warteschlange davor meist recht lang ist, gehen Sie entweder gleich am Morgen dorthin oder planen im Sommer Ihren Besuch am besten nach 18 Uhr.

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Amsterdam: Anne Frank und Zweiter Weltkrieg - Rundgang. Foto: GetYourGuide
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House of Bols in Amsterdam

In die Welt der Cocktails eintauchen: Lucas Bols ist die älteste Brandweinmarke der Welt und wird seit 1575 in Amsterdam hergestellt. Im House of Bols erfahren die Besucher mehr über “Bols Genever”, dem bekannten Schnaps, der heute noch Bestandteil vieler Cocktails ist. In den verschiedenen Räumen wie der Hall of Taste, dem World of Cocktails- und dem Genever-Raum erleben die Gäste verschiedene Aromen, Düfte und Bilderaustellungen. Die Tour endet in der Spiegel-Bar, in der ein Barkeeper für alle Besucher den beliebten Genever-Cocktail mixt.

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Amsterdam: Ticket für das House of Bols. Foto: GetYourGuide
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Die verruchteste Stadt Europas

Ebenfalls sehenswert ist das berühmt-berüchtigte Amsterdamer Rotlichtviertel, das nachts in allen möglichen Rot- und Rosatönen leuchtet. Wenn Sie darauf achten, nicht unbedingt alleine unterwegs zu sein, die dort in den Schaufenstern sich präsentierenden Frauen nicht fotografieren und sich auf keine zwielichtigen Geschäfte einlassen, ist ein Bummel durch dieses äußerst interessante Viertel relativ ungefährlich. Sie werden mit Sicherheit nicht der einzige Tourist sein, der unterwegs ist.

Kaum eine Metropole verhält sich so liberal gegenüber Sex und Marihuana. Bei einer Tour im Rotlichtviertel erhalten die Teilnehmer tiefe Einblicke in die Geschichte und erfahren, welche Entwicklung Amsterdam hinter sich hat. Endstation des Spaziergangs durch das Rotlichtviertel ist das Sexmuseum, das faszinierende Einblicke in die menschliche Sexualität bietet und Ausstellungen rund um berühmte Persönlichkeiten wie Mata Hari, Oscar Wilde und Marilyn Monroe.

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Amsterdam: Rotlichtviertel- und Coffeeshop-Tour. Foto: GetYourGuide
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Erfahr mehr über Amsterdams liberale Einstellung zu Drogen und Sexarbeit bei einer Tour im Rotlichtviertel. Besuch einen Coffeeshop und schlendere durch die schmalste Straße der Stadt.

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Ausflugtipp: „Tulpen aus Amsterdam“

Der berühmte Walzer entstand Mitte der 1950er Jahre und besingt eine der bekanntesten Frühlingsblumen. Süd-Holland ist berühmt für seine Tulpenfelder, die von hier aus in die ganze Welt exportiert werden. Die Teilnehmer dieses Ausflugs fahren ab Amsterdam circa eine Stunde zu den Gärten von Keukenhof. Während der Fahrt erfahren sie Details zur Geschichte Amsterdams, der niederländischen Kultur und den Gärten selbst.

Nach der Ankunft erhalten die Besucher eine Karte und können damit das weitläufige Gelände auf eigene Faust erkunden: Die Wege sind gesäumt von variationsreichen Tulpen und anderen Frühlingsblühern wie Narzissen, Glockenblumen und Hyazinthen. Beim Besuch der Pavillons entdecken die Teilnehmer die unterschiedlichsten Blumenzwiebeln, Schnittblumen, Topfpflanzen und kunstvolle Blumenrabatten, die sich jede Woche ändern können. Die Besucher können abschließend im Freien ein mitgebrachtes Picknick genießen.

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Ab Amsterdam: Keukenhof Schnelleinlass-Ticket und Transfer. Foto: GetYourGuide
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High sein, frei sein, überall dabei sein

420 – Symbol einer ganzen Bewegung: Die Befürworter der Legalisierung von Marihuana zelebrieren jedes Jahr am 20. April um exakt 16:20 Uhr den Cannabis-Tag („Weed Day“) durch gemeinsames Kiffen. Der Code 420 ist inzwischen so weit verbreitet, dass die Zahl in Kombination mit einem Cannabisblatt nicht nur Musikalben, sondern auch die verschiedensten Merchandise-Artikel ziert.

Wir zeigen, wo sie sich über die Hintergründe zur berühmt-berüchtigten, siebenblättrigen Pflanze informieren können:

Die europäische Heimat der Cannabis-Freuden

Ein geführter Spaziergang ermöglicht den Teilnehmern einen tiefen Einblick in die Marihuana-Kultur der niederländischen Hauptstadt. Unter der Anleitung von echten Kennern gibt es die Möglichkeit einige ausgewählte Sorten in Amsterdams besten Coffeeshops zu testen. Diese werden in erster Linie von Einheimischen frequentiert, sodass Besucher von außerhalb einen besonders authentischen Eindruck von der liberalen Einstellung der Niederländer erhalten.

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Amsterdam: Tour durch das Rotlichtviertel. Foto: GetYourGuide
Amsterdam: Tour durch das Rotlichtviertel

Touren Amsterdam
Verspüren Sie Amsterdams liberale Einstellung gegenüber Cannabis bei einem 2-stündigen Rundgang und lernen Sie die Geschichte der Coffee Shops im Stadtzentrum kennen. Bei der für Liebhaber konzipierten Tour probieren Sie vom feinsten Marihuana der Stadt.

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Altindische Rauchkultur in Amsterdam

Hippie, Kiffer oder auch Pothead sind umgangssprachliche, aber häufig abwertend gemeinte Synonyme für Konsumenten von Marihuana. Entsprechend empfindlich reagieren die sogenannten Ganja-Raucher, wenn sie von Externen so genannt werden. Ganja-Anhänger distanzieren sich von der Mainstream-Marihuana-Kultur in Amsterdam und orientieren sich eher an dem altindischen Ritus des Rauchens. Bei dem zwei- bis dreistündigen Rundgang erhalten die Besucher einen Einblick in die Ganja-Szene Amsterdams.

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Amsterdam: Kultureller Ganja-Rundgang zu Coffee-Shops. Foto: GetYourGuide
Amsterdam: Kultureller Ganja-Rundgang zu Coffee-Shops

Touren Nordholland GEPRÜFT
Erhalte einen Einblick in die Welt des Cannabis in Amsterdam. Erfahre alles über seine Legalisierung und Geschichte und besuche Coffee Shops, die das hochwertigste, aber auch günstigste Ganja der Stadt verkaufen.

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Dauer: 2 Stunden
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Anreise

Mit der Bahn landet man gleich zentral, denn der Amsterdamer Hauptbahnhof liegt mitten in der Stadt. Wer fliegt, kommt am Airport Schiphol an, der etwas außerhalb gelegen ist. Mit dem Zug (Schiphollijn) ist man innerhalb von 15 Minuten in der Stadt.

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