Japan

Tradition und Moderne

Hier finden Sie ausgesuchte Reisetipps: Interessante Städte & reizende Landschaften und kulturelle Höhepunkte in Japan.

Dies ist nur eine kleine Auswahl an Reiseempfehlungen unserer Redaktion. Japan hat weit mehr zu bieten, als die folgenden Reiseziele!

Shibuya Crossing, Tokyo, Japan. Foto: StockSnap, CC0

Tokio

Finanz-, Industrie-, Handels- und Kulturzentrum Japans
Die japanische Hauptstadt Tokio bietet für den Kulturinteressierten viele Sehenswürdigkeiten, wie den Kaiserpalast, die modernen Wolkenkratzer, traditionelle Gärten und Parks. mehr +

Foto: StockSnap, CC0

Fuji und Lake Shōji in Japan. Foto: Pixabay, CC0

Fuji

Der höchste Berg Japans
Der Fuji ist ein Berg vulkanischen Ursprungs und mit seinen 3.776 Metern Höhe der höchste Berg Japans. Durch seine Kegelform ist er im Vergleich zu anderen Bergen mit über dreitausend Metern Höhe relativ leicht zu besteigen. mehr +

Foto: Pixabay, CC0

Japanische Gärten und Schlösser

Die traditionellen japanischen Gärten sind Ausdruck der japanischen Philosophie und Geschichte. Man kann solche Gärten auf privaten Grundstücken, in Stadtparks, bei Tempeln, bei Schreinen oder an historischen Sehenswürdigkeiten besichtigen. Man sagt, sie strahlen eine angenehme Ruhe und Schönheit aus.

Eine besondere Form der japanischen Gärten ist der Zengarten. Viele japanische Gärten gehören dieser Form an. Beim Zengarten im Kare-san-sui-Stil handelt es sich um einen Steingarten. Man nennt diese Art des Gartens auch „Trockengarten“ oder „Trockenlandschaftsgarten“, weil er nur aus Kies, Steinen und Felsbrocken besteht. Es werden keinerlei Pflanzen verwendet , mit Ausnahme von Moos. Auch auf Wasser in Form von kleinen Teichen oder Bächen wird verzichtet, man deutet Wasser durch Muster an, die man mit einem Rechen in den Sand bzw. den Kies zeichnet. Die Japaner sehen sowohl im Rechen dieser Felsengärten durch Zen-Mönche als auch in der reinen Betrachtung dieser Gärten eine Form der Meditation. Sehr beliebt sind heute Miniaturmodelle eines Kare-san-sui, die man sich auf den Schreibtisch stellen kann.

Berühmte japanische Gärten finden Sie zum Beispiel in Tokio: den Koishikawa Korakuen-Garten, den Hama Rikyu-Park oder den Rikugien. Berühmte Zengärten sind in Kyoto: der Ryoanji-Garten, der Tofukuji-Garten, der Daitokuji-Garten oder der Myoshinji-Garten. Schöne Kare-san-sui sind aber auch der Shitennoji im Tennoji-Park in Osaka, der Anyoin in Kobe im Stadtbezirk Hyogo oder der Bingo-Ankokuji in der Stadt Fukuyama in der Präfektur Hiroshima.

Weniger als eine Zugstunde von Kyoto oder Osaka entfernt, liegt das Schloss Himeji und sein Kokoen-Garten. Das Schloss Himeji ist das spektakulärste und berühmteste Schloss Japans. Es wurde im Gegensatz zu anderen Schlössern nie zerstört, weder durch Kriege, Erdbeben oder Feuer. So wie man es heute besichtigen kann, steht es seit dem Jahr 1609 und ist damit sowohl ein Nationalschatz als auch Teil des UNESCO Weltkulturerbe. Es besitzt neun verschiedene Gärten in verschiedenen Stilen der Edo-Epoche. Darunter befindet sich auch der Garten der Herrscher-Residenz mit einem Teich, einem Wasserfall und einem Teegarten, in dem die Besucher neben einer Tee-Zeremonie auch den Piniengarten, den Bambusgarten und unzählige Blumen besichtigen können. Ein halber Tag von Kyoto aus reicht meistens für den rund dreistündigen Besuch des Schloss Himeji.

Erwähnenswert ist auch das Schloss Hakone, welches zwischen Tokio und Kyoto liegt. Es ist eines der vier Schlösser, die zum Nationalschatz gehören (wie auch Himeji). Mit seiner besonderen Konstruktion hat das Schloss seit dem Jahr 1622 die Zeit überdauert und kann daher dem Besucher einen einmaligen originalen Einblick in das herrschaftliche Schloss geben.

Unweit der Stadt Nagoya, findet man das Schloss Inuyama und den Urakuen-Garten. Dies ist das älteste Schloss Japans und konnte bis jetzt seine ursprüngliche Form aus dem Jahr 1537 erhalten. Es erhebt sich auf einer Hügelspitze in der Nähe des Flusses Kiso über die Landschaft hinweg und bietet von oben einen atemberaubenden Ausblick auf die Umgebung. Der Urakuen-Garten ist vor allem durch sein Teehaus berühmt. Das Joan-Teehaus wurde im Jahr 1618 von Oda Uraku erbaut. Es ist eines der besten und berühmtesten Beispiel für die japanische Teehaus-Architektur.

Blumengarten in Hokkaido, Japan. Foto: Pixabay #250016, CC0
Blumengarten in Hokkaido, Japan. Foto: Pixabay, CC0

Baden in einer heißen Quelle

Der Begriff Onsen (温泉, onsen) steht für die heißen Quellen in der japanischen Sprache. Der Begriff wird auch häufig verwendet, um die Badeanlagen und Gaststätten rund um die heißen Quellen zu beschreiben. Japan ist ein vulkanisch sehr aktives Land und hat tausende von Onsen, die überall im ganzen Land verstreut sind. Die Onsen wurden traditionell als öffentliche Badeanstalten verwendet und spielen heute eine zentrale Rolle im nationalen japanischen Tourismus. Es gibt die Onsen in verschiedenen Arten und Formen, sowohl als Freibad (露天风吕oder野天风吕, rotenburo oder notenburo), als auch als Hallenbad. Bei den Onsen kann es sich entweder um öffentliche oder um private Bäder handeln, die oft Teil eines Hotels sind.

In Japan sind Onsen Orte der Entspannung, an dem der Japaner der Hektik der Großstadt entfliehen kann. So fallen in den Onsen auch die Hierarchien, die ansonsten in der japanischen Gesellschaft herrschen. Hier schwitzt der kleine Angestellte neben dem Firmenchef, man geht auch eher unter Freunden und Bekannten oder im Kreis der Familie in ein Onsen und nicht mit einer Firma. Generell herrscht in den Onsen Ruhe, aber man kann auch leise Gespräche miteinander führen.

Hier wollen wir Ihnen eine kleine Auswahl an schönen und bekannten Onsen geben:

Der Kusatsu-Onsen, in der Stadt Kusatsu, die in der Präfektur Gunma am Fuße des Berges Shirane. Der Kusatsu-Onsen ist von Tokio in rund drei Stunden erreichbar.

Die kleine Stadt Yufuin liegt in der Mitte der Oita-Präfektur am Fuße des Berges Yufu und verfügt über viele Onsen-Bäder, die Sie in der Nähe des Bahnhofs der Stadt finden. Im Talbecken, in dem die Stadt liegt, gibt es sehr viele heiße Quellen und über dem See Kinrin-ko in Yufuin kann man an kalten Tagen den Dampf in den Himmel aufsteigen sehen, da vom Grunde des Sees das heiße Wasser an die Oberfläche strömt. In Yufuin können Sie zu jeder beliebigen Jahreszeit eine angenehme und ganz besondere Onsen Erfahrung erleben.

Im Noboribetsu-Onsen, der im Südwesten der Insel Hokkaido liegt, kann man in 11 verschiedenen Quellwassern mit jeweils unterschiedlichen Mineralgehalten baden. Alle Quellen sind von sehr hoher Qualität und die Stadt Noboribetsu ist von einer wunderschönen natürlichen Landschaft mit dichten Wäldern, unberührten Seen und Sümpfen umgeben. Im Höllental (Jigoku-dan) in der Nähe liegt ein Krater mit 450 Metern Durchmesser, aus dem vulkanische Schwefelgase aufsteigen. Dort können Sie ein unvergessliches Naturereignis mit einem Bad in den heißen Quellen verbinden.

Traditionelle Sportarten

In Japan sind mittlerweile auch westliche Sportarten wie zum Beispiel Fußball und Baseball sehr populär geworden. Aber wir wollen Ihnen nun einige der traditionellen Sportarten Japans vorstellen.

Judo ist wohl die weltweit bekannteste japanische Kampfsportart. Das Grundprinzip beim Judo besteht darin, die Stärke des Gegners zu seinem eigenen Vorteil auszunutzen und gegen ihn zu verwenden. Diese Kampfsportart dient nicht nur zur körperlichen Verteidigung, sondern soll auch der Persönlichkeitsentwicklung dienen. Die Philosophie von Judo besteht zum einen aus dem gegenseitigen Helfen und Verstehen und zum anderen aus dem bestmöglichen Einsatz von Körper und Geist. Der Rang eines Kämpfers (Judoka), als Kyu für die Schülergrade oder Dan für die Meistergrade bezeichnet, lässt sich an der Farbe des Gürtels (Anfänger: Weiß; höchster Rang: Schwarz) erkennen.

Kendo (japanisch: 剣道, ken = Schwert und dō = Weg oder Weise) simuliert eigentlich einen japanischen Schwertkampf. Er ist eine Art des Fechtens in Japan, die von Kenjutsu abstammt, einer der wichtigsten von den japanischen Rittern (Samurai) praktizierten japanischen Kampfsportarten. Beide Kämpfer tragen während des Kampfes eine spezielle Schutzkleidung und greifen nach strengen Regeln den Kopf, den Oberkörper und die Handgelenke des Gegners mit einem Bambusschwert an. Der Rang beim Kendo wird wie beim Judo durch die Schülergrade Kyu und die Meistergrade Dan bezeichnet. Durch Kendo soll der Übende seinen Charakter, seine Entschlossenheit und seine moralische Stärke weiterentwickeln.

Sumo bezeichnet den traditionellen japanischen Ringkampf. Fast alle Ringer sind professionelle Athleten und wiegen normalerweise zwischen 110 und 200 Kilogramm. Im Gegensatz zum Ringen nach griechisch-römischen Stil sind die Regeln des japanischen Sumo-Ringkampfs sehr einfach. Beide Kämpfer sind lediglich mit einem Leinentuch bekleidet. In einem sandbedeckten Ring mit einem Durchmesser von 4,50 Metern auf einem quadratischen Lehmhügel muss der Gegner entweder so aus dem Gleichgewicht gebracht werden, dass er mit einem anderen Körperteil als dem Fuß den Boden berührt oder dass er aus dem Ring gedrückt wird. Will man beim Sumo erfolgreich sein, muss man neben einem vorteilhaften Körperbau auch eine hohe Explosivität und die notwendige Standfestigkeit besitzen. Daher ist bei den Sumo-Kämpfern auch ausreichend Schnellkraft und Gewandtheit notwendig. Deshalb verfügen die Ringer nicht nur über eine sehr ausgeprägte, wenn auch kaum sichtbare, Muskulatur, sondern sind für ihren schwergewichtigen Körperbau erstaunlich beweglich. Viele Sumo-Ringer beherrschen ohne Probleme den seitlichen Spagat.

School of Samurai

Japan-Urlauber kommen dem Samurai-Mythos besonders nah, wenn sie sich während ihres Aufenthalts in Kyoto die Zeit nehmen, um den Unterricht eines echten Meisters zu besuchen. Von einem Bushi, wie die Krieger in Japan üblicherweise genannt werden, erhalten die Teilnehmer Instruktionen für die korrekten Bewegungen mit einem Samurai-Schwert. Als einzigartige Erinnerung an den Besuch absolvieren die Neu-Samurai noch ein Fotoshooting in einem traditionellen Kriegeroutfit und erhalten zusätzlich ein Tenugui-Handtuch. Ein Zertifikat für Zuhause belegt dann die neuerlernten Fähigkeiten vor ungläubigen Freunden.

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Kyoto: Kämpfen wie ein Krieger im Samurai-Kurs

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